Uni-Geld im Schließfach ist keine Untreue

Gericht stellt Verfahren ein

Lamya Kaddor und ihr Anwalt Frank Jansen reagierten erleichtert auf die Einstellung des Verfahrens.Foto: (kv)Münster - Überraschendes Ende im Prozess wegen angeblich veruntreuter Gelder am Centrum für religiöse Studien (CRS) der Universität Münster: Die ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin des Centrums. Lamya Kaddor, zahlt 7500 Euro an karitative Einrichtungen.

Dafür wird das Verfahren wegen Untreue gegen sie eingestellt. Die Auseinandersetzung zwischen der prominenten Islamwissenschaftlerin und der Universität hatte sich über drei Jahre lang hingezogen. Die prominente Buchautorin und Vorsitzende des liberal-islamischen Bundes reagierte erleichtert.

Im Kern war Kaddor vorgeworfen worden, dass sie 20 000 Euro, die die libysche Organisation „World Islamic People Foundation“ dem CRS bar für die Organisation einer Tagung an der Universität Münster gesponsert hatte, in ihrem Privat-Schließfach aufbewahrt hatte. Wie sie sagt, mit Wissen und Billigung ihres Chefs, dem damaligen Professor für islamische Theologie, Prof. Sven Kalisch. Tatsächlich wurde die Tagung mit Mitteln der Universität bezahlt. Über die 20 000 Euro verwahrte Kaddor im CRS eine Quittung, das Geld gab sie an die Universität, als finanzielle Ungereimtheiten am Institut auffielen.

„Barzahlungen sind bei uns im Orient üblich“, sagte gestern der Vertreter der „World Islamic People Foundation“, Hassan Özdogan, im Zeugenstand. Das Geld sei „direkt aus Tripolis“ an ihn zur Übergabe an das CRS geleitet worden. Prof. Kalisch, der gestern erneut als Zeuge vernommen wurde, hatte zuvor berichtet, die Organisation sei vom inzwischen getöteten Diktator Gaddafi gesponsert worden. Einer ihrer führenden Vertreter sei ein „Spezi“ Gaddafis gewesen, Kalisch selbst habe ihn in früheren Jahren bei Gaddafi in dessen Zelt in Tripolis getroffen. „Ich wollte mit der Organisation später nichts mehr zu tun haben“, sagte Kalisch. Nach der Tagung sollte es keine weiteren Verbindungen zu der Organisation mehr geben. 
 
All dies war strafrechtlich nicht relevant - Kalischs Aussagen zu der Finanzverwaltung in seinem Institut veranlasste den Richter in seinem Schlusswort aber zu der Feststellung, er wundere sich, dass die Staatsanwaltschaft lediglich gegen Lamya Kaddor, nicht aber gegen den Professor ermittelt habe. Kaddor habe sich nicht bereichern wollen, sagte der Richter, außerdem sei der Universität kein Schaden entstanden.
Die Hochschule, die bis zuletzt auf ein Urteil gedrängt hatte, reagierte versöhnlich. Der Fall sei nun auch ohne Urteil weitgehend aufgeklärt, sagte ein Sprecher: „Uns liegt nichts an weiteren Ermittlungen.“
VON KARIN VÖLKER, MÜNSTER

Artikel publiziert am: 28.10.11
Quelle: http://www.westfaelische-nachrichten.de/

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Quelle: IT Recht Hannover | Rechtsanwalt E. Strohmeyer

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